Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Ez 36,26 (E)

   

Monatsspruch für September

Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.

Lk 13,30

   

Abschied

"Viel Glück und viel Segen auf all Ihren Wegen.“

 

Liebe Christin, lieber Christ, liebes Gemeindeglied,

der Prediger schreibt: "Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde." (Koh. 3,1) Das heißt auch, alles hat ein Ende.

Für meine Familie und mich heißt es Abschiednehmen von Meitingen. Seit Mai 2001 war ich jetzt hier Pfarrer auf meiner 1. Stelle nach der z.A.-Zeit. Vorletztes Jahr bekam ich Post vom "Personalchef" der Landeskirche. Darin hieß es: "2 mal 7 Jahre in Meitingen sind genug. Sie haben auf dieser Pfarrstelle bereits alle Hochs und Tiefs durchlebt."

Noch nie waren meine Frau Beate und ich so lange an einem Ort wie hier. Unsere Jungs wurden hier groß. Wir schlugen Wurzeln. Meitingen wurde unsere Heimat.

Vieles hat sich seit 2001 verändert. Vieles ist in dieser Zeit gewachsen - wenn ich nur an den Neubau denke, die vielen Wechsel auf der zweiten Stelle. Es war eine bewegte Zeit, angefüllt mit viel Arbeit. Doch wo viel gehobelt wird, fallen viele Späne. Ich als Pfarrer kann nicht immer und überall sein. Auch ich vergesse oder übersehe mal etwas oder mache mal etwas falsch. Wenn es Sie getroffen hat, bitte ich Sie um Ihre Vergebung, eine christliche Tugend, die uns unser Herr und Heiland Jesus Christus ans Herz legt im Vaterunser.

Ihnen jedenfalls vielen vielen herzlichen Dank, ein Vergelt´s Gott für Ihre Treue und Ihr Engagement für unsere Meitinger Johannesgemeinde. Ohne Sie, die Menschen vor Ort, die sich einbringen, die sich mit ins Boot nehmen lassen, ins Schiff, das sich Gemeinde nennt, sind wir Hauptamtlichen, wir Pfarrer, nichts. Die Kirche ist ja schließlich für die Menschen da und nicht die Menschen für die Kirche. Sie haben die Kirchengemeinde lebendig werden lassen zusammen mit mir.

Jetzt haben Sie nicht nur keinen Diakon, sondern ab 1. März auch keinen Pfarrer. Mögen die beiden Stellen möglichst bald besetzt werden, auf dass die Kirchengemeinde mit zwei Neuen neu durchstarten kann. Ich wünsche der Kirchengemeinde einen Neuaufbruch. Denken Sie daran, Pfarrer kommen und gehen, die Kirchengemeinde bleibt.

Vor allem die Menschen hier sind meiner Frau und mir ans Herz gewachsen. Wir blicken dankbar und mit Tränen in den Augen zurück auf die vergangenen fast 16 Jahre.

Für uns heißt es jetzt, hier unsere Zelte abzubrechen und neu in St. Andreas in Augsburg anzufangen. Ab 1. März bin ich dort Pfarrer.

Unserer Johannesgemeinde, Ihren Lieben und Ihnen ganz persönlich alles erdenklich Gute und Gottes Segen: Seien Sie behütet!

Ihr Pfarrer Markus Maiwald

   
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